Webmail bedeutet: E-Mails direkt im Browser lesen, schreiben und verwalten - ganz ohne ein extra Programm auf dem Computer oder Smartphone. Sie öffnen einfach eine Internetseite, melden sich mit Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrem Passwort an, und schon sehen Sie Ihren Posteingang.
Das funktioniert von jedem Gerät aus - ob Computer, Laptop, Tablet oder Smartphone - solange Sie einen Browser und eine Internetverbindung haben.
Was ist der Unterschied zwischen Webmail und einem E-Mail-Programm?
Ein E-Mail-Programm wie Outlook oder Thunderbird wird auf Ihrem Computer installiert. Es lädt E-Mails herunter und speichert sie lokal. Das hat Vorteile - zum Beispiel den Zugriff ohne Internet - bringt aber auch Aufwand: Einrichten, Updates, und bei einem Computerwechsel müssen alle Daten umgezogen werden.
Bei Webmail passiert das alles im Browser. Keine Installation, keine Einrichtung. E-Mails liegen beim Anbieter auf dem Server - also auf einem Computer des Anbieters, der ständig erreichbar ist. Sie rufen sie einfach ab, wann immer Sie möchten.
So nutzen Sie Webmail sicher
Bevor Sie sich irgendwo einloggen, prüfen Sie kurz die Adresszeile ganz oben im Browser. Dort sollte ein Schloss-Symbol zu sehen sein - das zeigt an, dass die Verbindung verschlüsselt ist. Das bedeutet: Ihr Passwort und Ihre E-Mails werden beim Übertragen so gesichert, dass niemand mitlesen kann.
Fehlt das Schloss, geben Sie dort Ihr Passwort nicht ein.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Achten Sie auf die genaue Adresse der Seite. Kriminelle erstellen manchmal gefälschte Login-Seiten, die aussehen wie die echte - aber eine leicht abweichende Adresse haben. Tippen Sie die Webmail-Adresse deshalb immer selbst ein oder nutzen Sie ein gespeichertes Lesezeichen. Klicken Sie nie auf einen Login-Link, der Ihnen per E-Mail zugeschickt wurde.
Webmail bei Universitäten
Fast alle deutschen Universitäten stellen ihren Studierenden und Mitarbeitern einen Webmail-Zugang zur Verfügung. Oft wird dabei die Software SOGo eingesetzt - das ist ein kostenloses E-Mail-System, das neben E-Mail auch Kalender und Adressbuch im Browser anbietet.
Ein wichtiger Hinweis zur Uni-E-Mail: Nutzen Sie diese Adresse nicht für private Dinge wie Online-Bestellungen oder Registrierungen. Nach dem Studium endet der Zugang - und mit ihm der Zugriff auf alle E-Mails, die an diese Adresse geschickt wurden. Wer wichtige Bestätigungen oder Rechnungen an die Uni-Adresse geschickt hat, kommt danach nicht mehr daran.
Anleitungen für einzelne Universitäten:
- WWU Mail und perMail (Uni Münster)
- Webmail Uni Hannover (SOGo)
- Webmail Uni Ulm (SOGo)
- RUB Mail (Ruhr-Universität Bochum)
- Uni Siegen Webmail (ZIMT)
- Uni Bonn Mail
- Uni Koblenz-Landau Webmail
- Uni Leipzig Webmail
- Uni Osnabrück Webmail
Webmail bei Internetanbietern und Hostern
Wer einen Internetanschluss oder ein Webhosting-Paket hat, bekommt in der Regel auch eine E-Mail-Adresse - und damit einen Webmail-Zugang. Hier finden Sie die Login-Seiten und Anleitungen für die gängigsten Anbieter:
- Telekom E-Mail Login
- T-Online Webmail Login
- EWE Webmail
- Kabel BW Webmail
- Pyur Webmail
- Strato Webmail
- Hetzner Webmail
- All-Inkl. Webmail
- Alice Mail
Webmail bei kostenlosen E-Mail-Anbietern
Kostenlose E-Mail-Anbieter - sogenannte Freemail-Dienste - bieten ihren Dienst ebenfalls über Webmail im Browser an. Hier ist keine Einrichtung nötig: Einfach auf die Website des Anbieters gehen und einloggen.
Was ist ein Spam-Ordner?
Fast jeder Webmail-Anbieter sortiert verdächtige E-Mails automatisch in einen separaten Ordner - den Spam-Ordner. "Spam" ist der Fachbegriff für unerwünschte Massen-E-Mails, also Werbung, Betrugsversuche und ähnliches.
Schauen Sie gelegentlich in diesen Ordner - manchmal landen dort auch echte E-Mails fälschlicherweise. Alles Wissenswerte erklärt dieser Artikel: Spam-Ordner - was er ist und wie Sie ihn finden