Eigene E-Mail Domain

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Nichts gegen eine kostenlose Email-Adresse bei Diensten wie GMX, Outlook.com, Gmail, Freenet, T-Online, Web.de und so weiter. Diese und die meisten anderen Freemail-Anbieter stellen ständig erreichbare und technisch ausgereifte Lösungen für einen sicheren Email-Verkehr zur Verfügung, die sich zudem via Webmail, Smartphone-App oder installiertem Email-Programm auf dem Rechner gratis nutzen lassen. In der Regel sind diese Dienste werbefinanziert, was aber meist kaum stört.

Vor allem im geschäftlichen Bereich, aber auch im privaten Umfeld, wird immer mehr auf Individualität und Markenbildung beim Email-Kontakt gesetzt. Email-Adressen wie:

  • vorname@nachname.de
  • kontakt@firmenname.de
  • vorname.nachname@wundschdomain.com
  • vorsitzender@vereinsname.info

sind nicht nur auf einer Visitenkarte besser geeignet, als ein beliebiger Freemail-Dienst. Sie zeigen zudem eine gewisse Professionalität in der Kommunikation und natürlich auch beim Datenschutz.

Nachteile bei der Nutzung von Freemail, Firmenadresse & Co.

Auch wenn viele Freemail-Anbieter schon über Jahre ihre Dienste kostenfrei im Internet anbieten weiß man leider nie, ob das für alle Ewigkeit so sein wird oder ob ein Anbieter von heute auf morgen seinen Service einstellt. Kritisch kann auch die Nutzung von bereitgestellten Email-Adressen an der Schule, einer Universität, beim DSL-Anbieter oder beim Arbeitgeber für wichtige Onlinekommunikation sein. Nämlich dann, wenn man die Institution oder das Unternehmen verlässt und man somit fast immer umgehend die weitere Nutzungsmöglichkeit dieser Email-Adresse verliert.

Dann heißt es alle Kontakte zu informieren sowie die Daten bei Shops, Banken und Online-Diensten zu ändern. Vergessene Passwörter lassen sich nicht einfach mehr zusenden und gehen schlimmstenfalls an den neuen Nutzer der alten Adresse.

Was ist eine eigene (E-Mail) Domain?

Eine Email-Adresse besteht aus zwei Teilen. Vor dem @-Zeichen steht der sogenannte local-part (Lokalteil), was oftmals der eigene Name, ein Pseudonym oder ein Benutzername ist. Prinzipiell gäbe es beim Lokalteil einen Unterschied zwischen Groß- und Kleinschreibung, was aber in der Praxis keine Anwendung findet und eher zu Fehlern führt. Dieser Teil der E-Mail ist im besten Fall frei wählbar. Bei Firmen sieht man hier häufig info, service oder kontakt vor dem @.

Nach dem @-Zeichen folgt der eindeutige domain-part (Domainteil). Dieser unterteilt sich noch einmal in den Hostnamen (auf dieser Website wäre dies maildienste) und der durch einen Punkt abgetrennten Top-Level-Domain (de). Auf Domains mit Umlauten (ä, ü, ö) sollte besser verzichtet werden, da viele Email-Programme und -Services Probleme mit der erforderlichen Codierung dieser Zeichen haben.

Ist eine Domain (hier maildienste.de) einmal vergeben, kann diese nicht einfach durch einen Dritten übernommen werden. Hat man eine Wunschdomain einmal gefunden und registriert, ist man – solange die jährlichen Gebühren hierfür entrichtet werden – dauerhaft Besitzer dieser Domain. Selbst dann wenn der Provider, bei dem die Adresse gekauft/gemietet wurde, irgendwann mal seinen Dienst einstellen sollte. Mit einer eigenen Domain ließe sich zudem auch eine Website betreiben.

Eine eigene Email-Domain anmelden

Eine eigene Domain anzumelden und diese dann für den Email-Verkehr zu nutzen, ist überhaupt nicht schwer. Leider sind bereits sehr viele Adressen mit den häufig verwendeten Endung .de, .com oder .info usw. bereits vergeben, sodass die Suche nach einen geeigneten Domainnamen für viele sich als die schwierigste Hürde herausstellt. Achten Sie vor der Registrierung einer Domain unbedingt darauf, dass keine Rechte Dritter verletzt werden. Markennamen o.ä. sind tabu! Auch dann, wenn diese nur einen Teil des Domainnamens ausmachen würden (z.B. mein-gmail.com oder alternatives-amazon.de).

Eine Domain und die benötigten Dienste (zumindest Email-Postfächer und -Weiterleitungen) lassen sich über eine Vielzahl entsprechender Anbieter in Deutschland, den USA und praktisch überall auf der Welt registrieren. Wir haben an dieser Stelle in einer tabellarischen Übersicht einige aus unserer Sicht empfehlenswerter und bekannter Provider aufgelistet, die sich für eine Nutzung zur Email-Kommunikation gut eignen. Bei einer Anmeldung über die hier hinterlegten Links erhalten wir Vermittlungsgebühr.

Übersicht geeigneter Provider für eine Domain-Registrierung

Alle Hosting-Anbieter stellen für die Email-Nutzung POP3, SMTP und IMAP zur Verfügung. Ebenso ist Webmail per Browser möglich. Die in der Tabelle aufgeführten Informationen (inkl. der Preisangaben) sind vom 30.07.2018 und können sich zwischenzeitlich geändert haben. Preise sind hier pro Monat angegeben. Es gelten die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Anbieters.

AnbieterDomainsPostfächerWeiterleitungenPreis (Monat)Anmeldung
All-Inkl
(Privat)
3500500ab 4,95 €All-Inkl
DomainFactory
(MyMail)
1beliebig250ab 0,99 €DomainFactory
United Domains
(Business)
-50ab 1,90 € zzgl. DomainUnited Domains
Domain Offensive
(StarterWeb)
15-ab 2,28 €do.de
1&1
(Maill Basic)
-1-ab 0,99 € zzgl. Domain1&1 Hosting
Hosteurope
(Mail Basic)
-1-1,99 € zzgl. DomainHosteurope

Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer geeigneter Anbieter. Unter anderem wären hier sicherlich Hetzner, Strato, Domainssaubillig, Mittwald, One.com, GoDaddy und viele weitere zu nennen. Nicht immer sollte im ersten Moment der Preis entscheidend sein. Überlegen Sie im Vorfeld wie viele Postfächer Sie benötigen werden und wie viel die Domain auch in den Folgejahren kosten wird. Die Empfehlung der Maildienste-Redaktion ist ganz klar: All-Inkl.com.

Die eigene Domain für E-Mails einrichten und verwenden

Hat man eine Domain registriert und, falls notwendig, ein entsprechendes Hosting-/Mail-Paket gebucht, lassen sich Email-Adressen mit ein paar Mausklicks beim gewählten Provider einrichten. Verwenden Sie bei der Vergabe bitte ein möglichst sicheres und nicht durch Dritte erratbares Passwort.

E-Mail-Postfach einrichten bei All-Inkl
E-Mail-Postfach einrichten bei All-Inkl

Viele Nutzer setzen fürs Schreiben, Empfangen, Speichern und Archivieren von E-Mails auf Programme wie Outlook, Thunderbird oder AppleMail. Für diese und weitere Lösungen stellen alle Hosting-Anbieter verständliche Anleitungen auf den eigenen Webseiten bereit. Vielfach wird lediglich die angelegte Email-Adresse und das vergebene Kennwort benötigt und schon können E-Mails über die eigene Domain empfangen und verschickt werden. Die Verwendung von IMAP ist bei der Einrichtung in einem Email-Programm meist die beste Wahl, da Sie so auf verschiedenen Endgeräten immer den gleichen Bearbeitungsstand haben. Eine verschlüsselte Verbindung zum Mailserver sollte stets die erste Wahl sein.

Ebenso einfach ist die Einrichtung auf Smartphone-Apps sowie ein Zugang per Webmail in aktuellen Browsern wie Firefox, Google Chrome, Safari, Opera, Edge Browser oder Internet Explorer. Unter anderem auch über Freemail-Anbieter wie Googlemail, nur eben mit der eigenen Domain, nutzbar.


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