Blauer Briefkasten an einer Hauswand

Eigene E-Mail Domain

📌 Professionelle E-Mail-Kommunikation abseits werbefinanzierter Freemail-Angebote

Nichts gegen eine kostenlose Email-Adresse bei Diensten wie GMX, Outlook.com, Gmail, Freenet, T-Online, Web.de und so weiter. Diese und die meisten anderen Freemail-Anbieter stellen stĂ€ndig erreichbare und technisch ausgereifte Lösungen fĂŒr einen sicheren Email-Verkehr zur VerfĂŒgung, die sich zudem via Webmail, Smartphone-App oder installiertem Email-Programm auf dem Rechner gratis nutzen lassen. In der Regel sind diese Dienste werbefinanziert, was aber meist kaum stört.

Vor allem im geschÀftlichen Bereich, aber auch im privaten Umfeld, wird immer mehr auf IndividualitÀt und Markenbildung beim E-Mail-Kontakt gesetzt. Mail-Adressen wie:

  • vorname@nachname.de
  • kontakt@firmenname.de
  • vorname.nachname@wundschdomain.com
  • vorsitzender@vereinsname.info
  • mail@unternehmensname.eu

sind nicht nur auf einer Visitenkarte von Unternehmen besser geeignet, als ein beliebiger Freemail-Dienst. Sie zeigen zudem eine gewisse ProfessionalitĂ€t in der Kommunikation und natĂŒrlich auch beim Datenschutz.

Nachteile bei der Nutzung von Freemail, Firmenadresse & Co.

Auch wenn viele Freemail-Anbieter schon ĂŒber Jahre ihre Dienste kostenfrei im Internet anbieten weiß man leider nie, ob das fĂŒr alle Ewigkeit so sein wird oder ob ein Anbieter von heute auf morgen seinen Service einstellt. Kritisch kann auch die Nutzung von bereitgestellten Email-Adressen an der Schule, einer UniversitĂ€t, beim DSL-Anbieter oder beim Arbeitgeber fĂŒr wichtige Onlinekommunikation sein. NĂ€mlich dann, wenn man die Institution oder das Unternehmen verlĂ€sst und man somit fast immer umgehend die weitere Nutzungsmöglichkeit dieser Email-Adresse verliert.

Dann heißt es alle Kontakte zu informieren sowie die Daten bei Shops, Banken und Online-Diensten zu Ă€ndern. Vergessene Passwörter lassen sich nicht einfach mehr zusenden und gehen schlimmstenfalls an den neuen Nutzer der alten Adresse.

Was ist eine eigene E-Mail Domain und welche Vorteile bringt diese mit sich?

Eine Mail-Adresse besteht aus zwei Teilen. Vor dem @-Zeichen steht der sogenannte local-part (Lokalteil), was oftmals der eigene Name, ein Pseudonym oder ein Benutzername ist. Prinzipiell gĂ€be es beim Lokalteil einen Unterschied zwischen Groß- und Kleinschreibung, was aber in der Praxis keine Anwendung findet und eher zu Fehlern fĂŒhrt. Dieser Teil der E-Mail ist im besten Fall frei wĂ€hlbar. Bei Firmen sieht man hier hĂ€ufig info, service oder kontakt vor dem @.

Nach dem @-Zeichen folgt der eindeutige domain-part (Domainteil). Dieser unterteilt sich noch einmal in den Hostnamen (auf dieser Website wĂ€re dies maildienste) und der durch einen Punkt abgetrennten Domainendung, der Top-Level-Domain (TLD), (de). Auf Domains mit Umlauten (Ă€, ĂŒ, ö) sollte besser verzichtet werden, da viele Email-Programme und -Services Probleme mit der erforderlichen Codierung dieser Zeichen haben.

Ist eine Domain (hier maildienste.de) einmal vergeben, kann diese nicht einfach durch einen Dritten ĂŒbernommen werden. Hat man eine Wunschdomain einmal gefunden und registriert, ist man – solange die jĂ€hrlichen GebĂŒhren hierfĂŒr entrichtet werden – dauerhaft Besitzer dieser Domain. Selbst dann wenn der Provider, bei dem die Adresse gekauft/gemietet wurde, irgendwann mal seinen Dienst einstellen sollte. Mit einer eigenen Domain ließe sich zudem auch eine Website betreiben.

📧 Eigene Email-Domain anmelden und im Unternehmen nutzen

Eine eigene Domain anzumelden und diese dann fĂŒr den Email-Verkehr zu nutzen, ist ĂŒberhaupt nicht schwer. Leider sind bereits sehr viele Adressen mit den hĂ€ufig verwendeten Endung .de, .com oder .info usw. bereits vergeben, sodass die Suche nach einen geeigneten Domainnamen fĂŒr viele sich als die schwierigste HĂŒrde herausstellt. Achten Sie vor der Registrierung einer Domain unbedingt darauf, dass keine Rechte Dritter verletzt werden. Markennamen o.Ă€. sind tabu! Auch dann, wenn diese nur einen Teil des Domainnamens ausmachen wĂŒrden (z.B. mein-gmail.com oder alternatives-amazon.de).

Eine Mailomain und die benötigten Dienste (zumindest Email-PostfĂ€cher und -Weiterleitungen) lassen sich ĂŒber eine Vielzahl entsprechender Anbieter in Deutschland, den USA und praktisch ĂŒberall auf der Welt registrieren. Wir haben an dieser Stelle in einer tabellarischen Übersicht einige aus unserer Sicht empfehlenswerter und bekannter Provider aufgelistet, die sich fĂŒr eine Nutzung zur Email-Kommunikation gut eignen. Bei einer Anmeldung ĂŒber die hier hinterlegten Links erhalten wir VermittlungsgebĂŒhr.

Übersicht geeigneter Provider fĂŒr eine Domain-Registrierung

Alle Hosting-Anbieter stellen fĂŒr die Email-Nutzung POP3, SMTP und IMAP zur VerfĂŒgung. Ebenso ist Webmail per Browser möglich. Der Speicherplatz von einem Postfach ist im Jahr 2019 fast ĂŒberall absolut ausreichend. Die in der Tabelle aufgefĂŒhrten Informationen (inkl. der Preisangaben) sind vom 30.07.2018 und können sich zwischenzeitlich geĂ€ndert haben. Preise sind hier pro Monat angegeben. Es gelten die Nutzungsbedingungen des jeweiligen Anbieters.

AnbieterDomainsPostfĂ€cherWeiterleitungenPreis (Monat)Anmeldung
All-Inkl
(Privat)
3500500ab 4,95 €All-Inkl
DomainFactory
(MyMail)
1beliebig250ab 0,99 €DomainFactory
United Domains
(Business)
-50ab 1,90 € zzgl. DomainUnited Domains
Domain Offensive
(StarterWeb)
15-ab 4,68 €do.de
1&1
(Maill Basic)
-1-ab 0,99 € zzgl. Domain1&1 Hosting
Hosteurope
(Mail Basic)
-1-1,99 € zzgl. DomainHosteurope
Checkdomain
(Start 5.0)
153,90 € Checkdomain

Es gibt noch eine ganze Reihe weiterer geeigneter Anbieter. Unter anderem wĂ€ren hier sicherlich Hetzner, Strato, Domainssaubillig, Mittwald, One.com, GoDaddy und viele weitere zu nennen. Nicht immer sollte im ersten Moment der Preis entscheidend sein. Überlegen Sie im Vorfeld wie viele PostfĂ€cher Sie benötigen werden und wie viel die Domain auch in den Folgejahren kosten wird. Die Empfehlung der Maildienste-Redaktion ist ganz klar: All-Inkl.com.

Die eigene Domain als E-Mail Adresse einrichten und verwenden

Hat man eine Domain registriert und, falls notwendig, ein entsprechendes Hosting-/Mail-Paket gebucht, lassen sich Email-Adressen mit ein paar Mausklicks beim gewÀhlten Provider einrichten. Verwenden Sie bei der Vergabe bitte ein möglichst sicheres und nicht durch Dritte erratbares Passwort.

E-Mail-Postfach einrichten bei All-Inkl

E-Mail-Postfach einrichten bei All-Inkl

Viele Nutzer setzen fĂŒrs Schreiben, Empfangen, Speichern und Archivieren von E-Mails auf Programme wie Outlook, Thunderbird oder AppleMail. FĂŒr diese und weitere Lösungen stellen alle Hosting-Anbieter verstĂ€ndliche Anleitungen auf den eigenen Webseiten bereit. Vielfach wird lediglich die angelegte Email-Adresse und das vergebene Kennwort benötigt und schon können E-Mails ĂŒber die eigene Maildomain empfangen und verschickt werden.

Die Verwendung von IMAP ist bei der Einrichtung in einem E-Mail-Programm meist die beste Wahl, da Sie so auf verschiedenen EndgerĂ€ten immer den gleichen Bearbeitungsstand haben. Die langfristige Nutzung hĂ€ngt dabei ein wenig vom Speicherplatz ab, was aber im Jahr 2019 bei kaum einem Webhosting Konto als zu gering hierfĂŒr angesehen werden kann. Eine verschlĂŒsselte Verbindung zum Mailserver sollte stets die erste Wahl sein.

Ebenso einfach ist die Einrichtung auf Smartphone-Apps sowie ein Zugang per Webmail in aktuellen Browsern wie Firefox, Google Chrome, Safari, Opera, Edge Browser oder Internet Explorer. Unter anderem auch ĂŒber Freemail-Anbieter wie Googlemail, nur eben mit der eigenen Domain, nutzbar.

Beitragsfoto: Blauer Briefkasten an einer Hauswand
(Foto: Daniel Weihmann 2013 © CC BY 2.0)